So langsam zurück zur Normalität
In den ersten Wochen in Polen sind wir erst ein Mal ein wenig durch Polen gereist und haben unsere Familie besucht. Wir waren also in Bielsko-Biala im Süden und dann in Grodzisk Mazowiecki in der Nähe von Warschau. Von Warschau aus sind wir dann noch nach Danzig im Norden an der Ostsee wo Aleksandras Schwester wohnt und schließlich sind wir wieder zurück nach Bielsko Biala im Süden.
Aleksandra geht es soweit gut. Sie nimmt die entsprechenden Medikamente und geht regelmäßig zur Blutuntersuchung. Ich habe in der Zwischenzeit Kontakt mit unseren netten Zwischenmietern und vielleicht werden wir früher als erst im Januar des nächsten Jahres nach Darmstadt zurückkehren.
Nach den ganzen Vorfällen ist meine Motivation weiter im Blog zu schreiben ein wenig dahin. Ich bitte um Entschuldigung und um Verständnis. Ich will aber auf jeden Fall noch die Dinge beschreiben die wir noch bis zum Schluss unserer Reise erlebt hatten denn ich will es ja auch selbst in ein paar Jahren wieder lesen. Eswird also noch ein paar Updates im Blog geben ich weiß aber noch nicht genau wann.
Ich danke Euch Allen fürs Lesen und Kommentieren. Das hat immer wieder zum Weiterschreiben motiviert.
LG
Jonasz
Wir brauchen Euere Gebete
Angefangen hat das ganze in Las Vegas vor 11 Tagen. Aleksandra hatte starke schmerzen in der Vade. Wir sind also am nächsten Morgen ins Krankenhaus gegangen und nach der Untersuchung hatten Sie uns gesagt das Sie eine Muskelentzündung hat. Sie haben Ihr ein paar Schmerzmittel gegeben und haben gesagt das es in ein paar Tagen besser wird.
Da es nach vier Tagen kein bisschen besser wurde sondern eher schlimmer haben wir beschlossen noch ein Mal in ein Krankenhaus zu gehen. Diesmal waren wir in Los Angeles und haben in der Kirche übernachtet welche auf dem Kampus eines adventistischen Krankenhauses war. Wir sind dort extra hin gefahren da wir gehofft hatten das Sie sich unserer als Geschwister besser annehmen werden. Das hat aber nicht ganz so funktioniert wie wir es uns vorgestellt hatten. Als wir in das Medical Center gegangen sind hat man uns wieder fort geschickt mit der Begründung das Sie sich nicht mit einer ausländischen Versicherung auseinander setzen werden. Uns blieb also nur wieder der Besuch einer Notfallaufnahme da Sie dort einen erst behandeln müssen und später erst mit einem über die Finanzen sprechen. Mit der angeblichen Muskelentzündung wollten wir eigentlich zu einem Facharzt damit dieser genau herausfindet wodurch diese bedingt ist und ob man medikamentös vielleicht was tun sollte. Aber so sind wir in die Notfallaufnahme des LA County. Nach sechzehn Stunden sind wir dort wieder raus mit dem gleichen Ergebnis wie schon in Las Vegas. Sie haben uns gesagt das es eine Muskelentzündung ist und das wir warten sollen. Da wir am 28. Juli einen Flug nach New York hatten wollte ich wissen ob wir in Ihrem Zustand fliegen dürfen und der Arzt sagte das dies überhaupt kein Problem sei.
Da die Schwellung die erst ein Mal den Unterschenkel betroffen hat sich aber am Tag nach dem Krankenhausbesuch in Los Angeles also am 26. Juli auf den Oberschenkel ausgeweitet hat und der Schmerz immer stärker wurde haben wir beschlossen unsere Reise abzubrechen und zurück nach Deutschland zu kommen um zu einem gescheiten Arzt gehen zu können da ich nicht einfach nur warten wollte ohne die genaue Ursache 100%ig zu kennen. Wir haben einen relativ günstigen Flug für den 01.08.09 bekommen und eigentlich würden wir am kommenden Sonntag in Deutschland sein. Der Plan war zurück nach hause zu kommen, Ola auszukurieren und dann zu beschließen ob wir unsere Reise weiter in Südamerika fortsetzen werden oder nicht. Schließlich haben wir immer noch einen Rückflug von Südamerika nach Deutschland am 17. Dezember.
Da mir aber Olas Situation keine Ruhe gelassen hat habe ich ma nächsten Tag nachdem wir nach New York gekommen sind beschlossen die Krankenhäuser abzuklappern und eines zu suchen wo wir vielleicht einen Termin in einem Ärztezentrum bekommen können wo Sie uns auch mit unserer Versicherung empfangen werden. Ich wollte das Sie ein Facharzt untersucht um sicher zu gehen das es wirklich eine Muskelentzündung ist. Nach zwei negativen Anläufen bin ich dann im Bellvue Krankenhaus gelandet wo anscheinen Gott die Richtige Person auf meinen Besuch richtig vorbereitet hat denn ein Junger Mann hat mir eine Karte Ausgestellt mit der Ola die Walk In Klinik besuchen konnte obwohl das Programm eigentlich nur für New Yorks Bewohner gültig ist. Er hat aber unser Problem verstanden und meinte das die s der Einfachste Weg sein wird Sie von einem Spezialisten untersuchen zu lassen. Ich habe also Ola aus dem Hostel geholt und wir sind in die Walk In Klinik des Krankenhauses gegangen. An der Rezeption gabs aber dann gleich wieder einen Rückschlag denn die Dame dort hat uns mitgeteilt dass wenn Ola dort bisher noch nie empfangen wurde Sie erst in die Notfallaufnahme des Krankenhauses gehen muss um dort dann verwiesen zu werden wenn die Ärzte in der Notfall Aufnahme entscheiden das sie ein Spezialist untersuchen sollte.
Wir sind also zum dritten Mal in der Notfallaufnahme gelandet nur diesmal haben Sie beim Ultraschall des Beines Blutgerinnsel gefunden. Ein CT hat ergeben das auch bereits Blutgerinnsel sich in der Lunge befinden. Sie haben Ola sofort eine Infusion mit Heparin einem Blutverdünnungsmittel gegeben und haben Sie im Krankenhaus behalten.
Die Blutuntersuchungen waren gestern den Tag über nicht besonders gut und das Heparin scheint nicht so gut zu wirken wie Sie es sich erwartet haben. Sie haben Ihr dann noch zwei Spritzen mit "low molecular heparin" welches wohl besser und schneller wirken soll zusätzlich zum Tropf gegeben und Sie haben die Dosis des Heparin Tropfs erhöht. Gestern Nachmittag haben Sie dann beschlossen das Sie Heute Früh einen Eingriff vornehmen werden um einen IVC Filter in Ihre untere Hohlvene zu platzieren. Des weiteren werden Sie danach versuchen die Blutgerinnsel in Ihrem linken Bein aufzubrechen. Sie werden sich mit einem Katheder durch die Vene arbeiten und versuchen die Klumpen herauszuholen oder zu zerschmettern.
Nun ist Sie im OP und ich warte und nutze die Zeit um Euch allen zu schreiben und Euch zu bitten für Sie zu beten. Sobald wir mehr wissen werden, werde ich versuchen weitere Informationen auf den Blog zu stellen.
Gottes Segen Euch Allen
Jonasz
1. Update Freitag 31. Juli 13:45 New York Zeit
Aleksandra hatte heute morgen einen Eingriff der ohne Komplikationen verlaufen ist. Die Ärzte haben sich für einen minimalen Eingriff entschieden und somit ist das einzige was Sie gemacht haben die Reinigung der linken Oberschenkelvene von Blutgerinnseln. Sie sind sich allerdings nicht sicher ob Sie alles erwischt haben und deshalb werden Sie aller Voraussicht nach morgen früh den Eingriff wiederholen.
Bis dahin ist Aleksandra in der Intensivstation zur Beobachtung. Sobald es weite Informationen gibt werde ich versuchen diese hier zu schreiben.
2. Update Freitag 31. Juli 23:00 New York Zeit
Ich war den Tag über bei Aleksandra. Sie haben in der währen des Eingriffes ca. 90% der Blutgerinnsel entfernt und haben den Katheder in der Vene belassen. Durch diesen bekommt sie nun Alteplase und es ist geplant das sie Morgen Früh wieder einen Eingriff haben wird in dem der Katheder entfernt wird. Leider sind die Ergebnisse der Blutuntersuchungen nicht so wie die Ärzte es sich erwarten und deshalb kann es auch sein das sie statt 24 Stunden 48 Stunden das Alteplase durch den Katheder eingeflößt bekommt.
Was die Lungenembolie angeht so ist das Kind im Brunnen und uns bleibt es nur zu warten bis die Medikamentöse Behandlung abgeschlossen ist. Dann sollten auch alle Blutgerinnsel in der Lunge aufgelöst sein. Das wird aber wohl die nächsten sechs Monate dauern.
Wir danken Euch für Eure Gebete. Ich sage nun Gute N8 bzw für die meisten von Euch Guten Morgen.
3. Update Samstag 01. August 13:30 New York Zeit
Seit Heute Morgen entsprechen die Blutwerte endlich den Erwartungen so das man davon ausgeht das das Heparin und Alteplase Wirkung zeigen. Sie haben beschlossen also den Katheder weiterhin drin zulassen und die Behandlung auf 36 Stunden auszudehnen. Der Wochenende Arzt hat mit den Ärzten gesprochen die die gestrige Behandlung durchgeführt haben und Sie haben sich darauf geeinigt das die gleichen Ärzte die Behandlung am Montag Morgen abschließen werden. Dann wird Sie einen ähnlichen Eingriff haben wie Sie Ihn schon am Freitag hatte. Aleksandra befindet sich zur Zeit auf der Intensivstation wo Sie die Möglichkeit haben sie besonders gut zu überwachen denn die Gerinnungsmittel bringen das Risiko von inneren Blutungen was besonders gefährlich in der Hirngegend ist.
Danke für Eure Gebete und Eure Mails. Aleksandra strahlt mich immer wieder an wenn ich Ihr Eure Mails vorlese.
LG Jonasz
4. Update Sonntag 02. August 13:50 New York Zeit
Ich bin seit Heute Morgen bei Aleksandra im Krankenhaus und so wie es aussieht verläuft alles gut. Gestern Nacht haben Sie die Behandlung mit Alteplase abgeschlossen und Sie bekommt nur noch Heparin. Morgen Früh werden Sie Ihr wieder ein Kontrastmittel ins Bein Spritzen um zu sehen wie sich die Situation mit den Blutgerinnseln verhält.
Danke Euch Allen das Ihr in dieser schwierigen Situation mit uns seid.
LG
Jonasz
5. Update Montag 03. August 9:30 New York Zeit
Sie haben Ola gerade wieder in den OP genommen um sich Ihre Venen im Bein anzusehen. Sie wird eine lokale Betäubung haben und je nachdem was Sie sehen werden sobald Sie Ihr das Kontrastmittel gespritzt haben werden Sie vielleicht noch ein Mal in die Vene herein gehen um diese zu reinigen oder Sie werden den Katheder herausziehen und Ola wird ab Heute Nachmittag wieder Laufen können. Sie hat zwar nach wie vor Schmerzen im linken Bein aber die Schmerzen sind wie am Anfang eher im Unterschenkel. Die Schmerzen aus dem Oberschenkel sind weg. Wir werden also in ein paar Stunden wieder mehr wissen.
Ich Danke Euch Allen für Eure Gebete und Mails.
LG
Jonasz
6. Update Montag 03. August 20:30 New York Zeit
Der Eingriff ist soweit positiv verlaufen. Sie haben alle Katheder aus Ihrem Bein gezogen und es sind wohl noch Blutgerinnsel in der Oberschenkelvene aber das Blut zirkuliert durch diese so wie es sollte. Dazu haben Sie die Vene mit einem Ballon noch heute beim Eingriff ein wenig geweitet. Die Ärzte gehen davon aus dass die restlichen Blutgerinnsel sich mit Hilfe der Medikamente mit der Zeit auflösen werden. Ola hat Heute Abend versucht wieder ein wenig zu laufen aber sie hat nach wie vor sehr starke Schmerzen im linken Oberschenkel und in der linken Wade. Sie wird morgen oder übermorgen entlassen und wir müssen alle ein paar Tage zum Krankenhaus wegen weiterer Bluttests kommen. Wir werden wohl am 19.08.09 zurück nach Deutschland fliegen und am 20.08.09 am frühen Morgen in Düsseldorf landen.
Ich werde Euch natürlich über weitere Entwicklungen informieren aber so wie es aussieht ist sie wohl über dem Berg.
Danke für Alles
Jonasz
7. Update Donnerstag 06. August 11:00 New York Zeit
Gestern ist Aleksandra aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ich gebe Ihr nun zwei mal am Tag Fragmin Spritzen bis die Cumadin Tabletten ihre volle wirkung entfalten. Es gilt jetzt Olas Blut so duenn wie moeglich zu halten ohne das es zu duenn wird. Wir werden am Montag wieder fuer Blutuntersuchungen ins Krankenhaus muessen. So wie es zur Zeit aussieht werden wir wohl am 19.08 unseren Flieger nach Deutschland nehmen und dann wird Ola weiterhin Ihr Blut regelmaessig untersucht bekommen. Wenn alles ohne Komplikationen verlauft wird sie in sechs monaten wieder die alte sein.
Beste Gruesse
Jonasz
Geburtstag
Ich bin auf dem Sprung aber für diejenigen von Euch die mir zum Geburtstag gratulieren möchten gibt es diesen Eintrag. Danke für alle Mails und Kommentare. Ich freue mich sehr drüber das Ihr an mich denkt.
Danke für die Glückwünsche an Papa mit Grazyna und Jonatan, Mama und Mani, Martin, Hansi, Walter, Balazs, Helmut, Papu aus Varanasi, Andi, Tony aus Richmond, Christian Dörthe Hanna und dem süßen Lukas, Gosia und Lukasz, Manon, Asia und Marek, Jutta, Bablowa, Bartek z Gosia (Happy Birthday to Gosia), Angelika mit Sergiusz und Donatka, Daniel, Rüdiger und Marianne, Tim K., Lukas, Agnieszka z rodzina
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Besonderer Dank geht an meine Frau die für mich eine riesen Party im kleinen Kreis geschmissen hat. Hier die Bilder:
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| RTW_Geburtstag |
LG
Jonasz
Banff
Wir haben uns also zum Hostel welches wir bereits am Vortag online gebucht hatten aufgemacht und nachdem wir abgelegt haben hat es uns gleich in die Stadt oder ich sollte eher das Dorfsinnere sagen getrieben. Banff ist ein ganz kleines Dorf welches inmitten der Kanadischen Rockies liegt und hauptsächlich aus einer Hauptstraße besteht an der sich Geschäfte aneinanderreihen die alles anzubieten haben was das Touristenherz begehrt.
Dazwischen gibt es eine Fülle von Bars und Restaurants die alles anzubieten haben was der Touristengaumen begehrt. Leider gibt es dort nichts was das Backpacker Budget zulassen würde. Egal, wir haben uns mit Bananen und einem Salat im Safeway ein gedeckt und sind zuerst ins Informationsbüro um zu erfahren was wir in Banff auf gar keinen Fall verpassen sollten. Das Angebot an Dingen die man in Banff und Umgebung machen kann ist schier unendlich aber da eher alles für den wohlhabenden Touristen maßgeschneidert ist haben wir uns für das Einzige entschieden was nichts kostet und das ist halt Wandern.
Nachdem wir noch im Starbucks die Verfügbarkeit von einer Banff Tasse aus der Icon Edition überprüft haben und feststellen mussten das Banff zu klein für so eine Tasse ist sind wir dann endlich los um den Gipfel von Sulphur Mountain zu bezwingen.
Unser Weg hat uns zuerst raus aus dem Dorf entlang des Bow Flusses
bis zum Märchenschloss Hotel für die Reichen und Schönen dieses Planeten geführt. Da wir zumindest schön sind haben wir dort unsere Wasserflaschen wieder aufgefüllt und haben uns im Hotelshop zwei Snickers als einen kleinen Energieschub vor dem Aufstieg gegönnt.
Vorher hatten wir aber noch eine super lustige Begegnung mit den wilden Tieren der Region die super putzig waren. Wir gehen davon aus das es Murmeltiere oder Erdhörnchen oder halt irgendwas in der Richtung war. Wir waren halt Beide nicht die großen Leuchten im Biounterricht.
Im Informationsbüro haben Sie uns gesagt das wir auf den Weg der zum Fuß von Sulphur Mountain führt gleich am Ende des Parkplatzes hinterm Schlosshotel stoßen werden. Wir haben einen Trampelpfad gefunden aber irgendwie waren wir nicht ganz schlüssig in welche Richtung wir laufen sollen und sind erst Mal prompt in die Falsche gelaufen aber das hat sich schnell erledigt denn wir sind auf eine Gruppe von Reitern gestoßen die auch zum Sulphur Mountain unterwegs waren und gleich hinter Ihnen haben wir vier Deutsche getroffen die auch ein wenig verwirrt Ihren Weg zum Sulphur Mountain gesucht hatten und schließlich sich uns angeschlossen haben. Unsere Wege haben sich dann aber am Fuß des Berges getrennt denn wir sind herauf gelaufen und Sie sind mit der Seilbahn die Hier „Banff Gondola“ genannt wird gefahren. Überhaupt muss ich sagen das Banff bei Deutschen sehr beliebt zu sein scheint den ich hatte den Eindruck das jeder Zweite auf der Tourimeile Deutsch gesprochen hat. Es scheint aber das es eher bi den Wohlhabenderen unter den Deutschen beliebt ist denn im Hostel gabs keinen der Deutsch gesprochen hätte.
Der Aufstieg war kraftraubend aber wir haben es schließlich geschafft und wurden mit einer wundervollen Aussicht auf Banff und die Umgebung belohnt.
Zum Glück war es erst oben extrem windig und dadurch auch extrem kalt. Wäre es schon so auf dem Weg nach oben gewesen hätten wir es wahrscheinlich nicht gepackt. Herauf haben wir ca. 2,5 Stunden benötigt, oben waren wir dann ca. eine Dreiviertelstunde und herunter gings dann flugs und nach einer Stunde und ein paar Minuten waren wir wieder am Fuß des Berges von wo aus wir den Bus zurück ins Dorf genommen haben. Ich kann leider keine Details über Höhe und Länge der Strecke geben aber es war schon extrem viel was wir da nach der Nacht im Bus hinter uns gebracht haben und ich bin richtig stolz auf uns.
Eigentlich wollten wir dann gleich am nächsten Tag zum Lake Louise aber wir haben doch beschlossen uns am „Canada Day“ also dem ersten Juli auszuruhen und unsere Füße zu schonen. Das war auch eine Prima Entscheidung denn wir haben einfach nichts gemacht außer zwei Mal ins Dorf bzw. auf die Straße zu gehen und den Kanadiern beim Feiern Ihres Landes zuzusehen.
So wie es aussieht sind die Kanadier mächtig stolz auf Ihr Land und unheimlich glücklich darüber ein Canadier zu sein. Einen ersten Eindruck darüber haben wir ja schon in Vancouver in der Kirche bekommen als die Nationalhymne im Gottesdienst gesungen wurde und als der Pastor darüber gepredigt hat wie wunderbar doch Kanada ist. Im Park gabs den ganzen Tag über eine Mega Party.
Am Nachmittag gab es dann eine ordentliche Parade.
Nun war mir auch klar was die Einheimischen hier so machen wenn Sie nicht gerade irgendwelchen Krimskrams den Touristen andrehen. Sie sind alle in irgendeinem Verein und der „Canada Day“ ist der Klimax ihres Vereinsdaseins. Während der Parade gabs eine klare Trennung zwischen Einheimischen auf der Straße und Touristen am Straßenrand. Sogar für alle einheimischen die nichts besonderes können hat sich ein Platz gefunden. Wenn man schon nix kann so kann man sich wenigstens ausziehen :-)
Am nächsten Tag haben wir dann einen Ausflug zum Lake Louise gemacht und am Freitag morgen haben wir den Bus nach Calgary genommen.
Wir sind beide der Meinung dass Banff auf jeden Fall zu den Highlights unter den Orten die wir bisher besucht haben zählt. Hier mehr Bilder:
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| RTW_Canada_Banff |
Vancouver
So erst ein Mal was über den Flug. Unsere Abflugszeit war 16:00 Uhr am 24 Juni und gelandet sind wir am 24 Juni um 12:00 Uhr Mittags. Wir sind also vier Stunden früher angekommen als wir abgeflogen sind. Das zusammen mit der Zeitverschiebung war ein wenig verwirrend so dass als mich Ola gefragt hat wie lange wir nun fliegen ich es nicht auf anhieb wusste. Mir war auch nicht so ganz klar wie weit nun genau Beijing von Vancouver entfernt ist aber ich habe dann im Kopf ein wenig versucht hin und her zu rechnen und hab Ihr gesagt dass wir wohl fünf Stunden fliegen werden. Hehe. Ich habe mal wieder meine totale Kompetenzlosigkeit in dieser Hinsicht wunderbar zum Ausdruck gebracht. Im Flieger haben wir dann erfahren das wir elf Stunden fliegen werden und irgendwie waren wir nicht ganz darauf eingestellt. Die ersten zwei Stunden sind wir durch massive Turbulenzen geflogen so dass die Crew sich nicht mal von Ihren Plätzen gerührt hat und nur irgendwelche Chinesen ständig angeschrien hat, Sie mögen sich doch bitte anschnallen ansonsten werden Sie sich beim nächsten Luftloch das Genick brechen. Die ersten zwei Stunden hat es also geschüttelt und gerüttelt und Ola ist alle paar Minuten vor Angst gestorben. Aber danach war es ruhig und wir konnten unser Essen genießen und ein paar Filme schauen.
Die Nacht war sehr kurz und somit waren wir am ersten Tag zu nichts zu gebrauchen. Zum Glück haben sich Simon und Seine Familie unserer angenommen. Mit Simon bin ich zusammen zur Berufsschule gegangen. Er ist wenn ich mich richtig erinnere vor 14 Jahren mit Seiner Familie nach Kanada ausgewandert ist aber für Seine Ausbildung wieder zurück nach Deutschland gekommen. Nach der Ausbildung ist er wieder zurück nach Kanada und so hatten wir nun eine Anlaufstelle in Vancouver. Simons Eltern sind wunderbare und unendlich Gastfreundliche Menschen. Seine Mutter Christel ist eine energiegeladene Frau die ein Homestay führt und oft Gäste aus der Ganzen Welt hat die Sie Englisch oder manchmal auch Deutsch unterrichtet. Sie hat innerhalb von Sekunden umorganisiert und uns ein Zimmer für drei Nächte angeboten. DANKESCHÖN CHRISTEL, DU BIST DIE GRÖßTE. Sie hat gezeigt was tatsächliche Gastfreundschaft bedeutet. Es bedeutet komplett Fremde bei sich zu Hause aufzunehmen und diese wie Familie zu behandeln.
An unserem ersten Tag haben wir nicht viel unternommen sondern haben versucht bis zum Abend nicht einzuschlafen um dann die Nacht durchzuschlafen und so den Jetlack zu besiegen. Hat auch fast funktioniert. Na ja mit fast meine ich dass wir in den nächsten paar Tagen recht müde durch die Gegend gelaufen sind.
Aber am zweiten Tag haben wir uns dann zusammengerissen und sind erst Mal in die Stadt um uns ein wenig zu organisieren. Unsere erste Anlaufstelle war der Hauptbahnhof da dort auch der Greyhound Bahnhof ist und wir wollten uns unsere Discovery Pässe kaufen. Mit dem Discovery Pass kann man für eine bestimmte Anzahl von Tagen durch Canada und USA kreuz und quer mit dem Greyhound fahren soviel man will oder kann. Hehe. Eher kann.
Aus dem Kaufen wurde aber nichts denn die Pässe sind ab dem Kauftag gültig und da wir noch ein wenig in Vancouver bleiben wollten machte es keinen Sinn die gleich zu kaufen und Tage zu verschenken.
Da wir nun schon in Vancouver Downtown (Stadtmitte) waren haben wir beschlossen den Rest des Tages auf die Erkundung der Stadt zu verwenden. Das Wetter wurde ab Mittag auch nach und nach besser wobei für unsere Verhältnisse tiefer Winter herrschte. Nach den 35°C bis 40°C in Beijing kamen uns die ca. 15°C in Vancouver recht winterlich vor.Wir haben uns also so richtig einen abgefroren obwohl wir uns unsere wärmsten Sachen angezogen hatten.
Als wir dann also durch die Straßen von Vancouver gelaufen sind hatten unsere ersten Eindrücke noch eine Menge mit China zu tun. Also abgesehen davon dass alles aber auch wirklich alles komplett anders aussieht, sich anhört, riecht und was auch immer. Abgesehen davon hatte ich so ein flaues Magengefühl das hier irgendwas nicht stimmt. So als ob etwas schlimmes passiert wäre. Vielleicht eine Epidemie oder eine andere Bedrohung denn die Straßen waren Menschenleer. Die Stadt ist uns wie eine Geisterstadt vorgekommen. Ich habe fast den halben Tag dafür benötigt um zu begreifen dass Alles in Ordnung ist und dass nur wir mittlerweile an ganz andere Dimensionen von Menschen die einen umgeben gewohnt waren.
Um das zu verdeutlichen mal hier zwei Straßenszenen:
Nachdem wir uns also nach und nach an die neue Umgebung gewohnt hatten haben wir auch diese immer mehr genossen. Es ist wirklich ein Genuss gewesen durch diese schöne Stadt zu laufen. Keine rempelnden, spuckenden und was auch noch immer Massen durch die wir uns kämpfen mussten sondern eine total entspannte Stadt die zum Schlendern eingeladen hat.
Wir sind dann also den ganzen Tag lang einfach durch die Stadt geschlendert natürlich ohne einen einzigen Starbucks auf der Suche nach der neuen Vancouver Tasse auszulassen. Leider haben wir keine bekommen. Dafür haben wir jeweils eine Canada und eine Vancouver Island Tasse aus der neuen (08/09 Icon Edition) Kollektion bekommen. Die Vancouver Tasse scheinen Sie noch nicht bekommen zu haben.
Am Nachmittag haben wir es dann bis zum Stanlay Park geschafft. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick auf die Downtown Skyline.
Wir haben uns dort auch die Wappenpfähle (fälschlicherweise auch manchmal Totempfahl genannt) angesehen. Schließlich haben diese hier in der Gegend Ihren Ursprung. Wobei das mit dem Ursprung mir nicht ganz einleuchten wollte denn wir haben im Museum in Auckland ähnlich geschnitzte Pfähle gesehen.
Vom Stanlay Park aus sind wir zurück durch die Stadt bis zum Seebus gelaufen und haben zurück nach North Vancouver über gesetzt wo Simon mit seinen Eltern lebt.
Am nächsten Tag haben wir dann einen Ausflug zum Grouse Mountain (1231m) gemacht. Der Berg ist einer von denen die Vancouver umgeben und er ist der Vancouveraner beliebtestes Sportgerät.
Hier auf dem Weg nach oben der Grouse Grind genannt wird war mehr los als im Stadtzentrum. Lauter Sportler die unterschiedlich schnell den Berg hoch gelaufen sind und wir mitten drin. Wir haben für die 853 Höhenmeter verteilt auf 2,9 km anderthalb Stunden gebraucht. Wir haben aber auch zwischendurch immer wieder mal angehalten um die Aussicht zu genießen.
Oben Angekommen wurden wir dann mit ein paar Attraktionen belohnt.
Zuerst haben wir uns die Vogelschau angesehen
und danach hatten wir eine Menge Spaß bei der Holzfäller Show.
Herunter vom Grouse Mountain haben wir uns den Luxus des Cable Cars gegönnt denn der Rückweg kostet nur fünf Dollar. Im Gegensatz dazu kostet es 40 Dollar wenn man sich herauf fahren lässt.
Eigentlich wollten wir nur kurz oben bleiben und dann am Nachmittag wieder in die Stadtmitte fahren aber da es dort oben so schön war haben wir uns noch die Grizzlybären angesehen und ehe wir uns versehen haben war es schon nach vier. Da lohnte der Ausflug in die Stadt nicht mehr und wir sind nur mit dem Bus bis zum Ufer von North Vancouver gefahren und sind von dort aus zu Simons Eltern Haus gelaufen.
Am Samstag morgen haben wir uns dankend verabschiedet und sind mit unseren Rucksäcken zur Kirche. Die haben ein wenig gestaunt als wir mit vollem Gepäck in die Gemeinde reingelaufen sind aber nach kurzer Erklärung war alles gut.
Wir hatten einen wunderbaren Gottesdienst der ganz unter dem Thema des bevorstehenden Canada Days stand. Zwischen den vielen tollen modernen Liedern die uns Stark ans LIZ erinnert haben wurde sogar die Kanadische Hymne gesungen. Na dass nenne ich mal Nationalstolz. War aber schon ein wenig komisch die Hymne in der Kirche zu singen und dann gehörten wir noch zu Denen die die Worte nicht kannten. Man hat uns aber keine Vorwürfe gemacht.
Im Programm war auch noch ein ganz toller Punkt. Die Hula Girls. Die Gemeinde ist sehr Bunt gemischt und es gibt eine Hula Tänzerinnen Gruppe. Das war echt was richtig neues und auch richtig schönes. Wir waren begeistert. Ich habe leider nur ein ganz kurzes Video davon und es ist auch nicht von bester Qualität denn ich hatte nicht so einen tollen Platz aber ich will Euch trotzdem einen Eindruck geben.
Nach dem Gottesdienst gabs natürlich Pottluck. Beim Pottluck haben wir Tony kennen gelernt. Er kommt aus Haiti, hat eine Zeitlang in London gelebt, spielt und unterrichtet Violine und lebt nun schon seit langem in Vancouver. Tony hat uns angeboten noch für eine oder zwei nächte bei Ihm zu bleiben bevor wir weiterfahren und da es noch einiges gab was wir in Vancouver noch nicht gesehen haben nahmen wir sein Angebot dankend an. Er sagte uns dass es Ihm eine Freude ist mit uns das Wochenende zu verbringen und es war eine unglaublich schöne Zeit die wir zusammen hatten. Am Samstag Nachmittag sind Ola und ich ein wenig durch Richmond denn Tony wohnt in Richmond was nicht weit von Vancouver ist gelaufen und haben uns ein wenig diese ruhige Gegend angesehen. Wir haben entspannt und am Abend noch bis spät in die Nacht mit Tony gequatscht.
Am Sonntag Morgen sind wir dann mit dem Bus nach Vancouver Downtown gefahren und haben uns Gastown, Vancouvers ältesten Stadtteil angesehen.
Es war auch das Wochenende des Jazz Festivals und Gastown war rappel voll. Es war eine wunderbare Stimmung die wir dort auf uns einwirken lassen haben. Am Mittag haben wir uns dann mit Tony in der Stadt getroffen denn er hatte am Vormittag eine Violinenstunde zu geben und sind dann zusammen zuerst durch Chinatown und dann durch Granville Island gelaufen.
Chinatown ist halt wie überall auf der Welt ein Viertel voller Chinesen, chinesischer Läden und weitaus chinesischer als in China.
Granville Island wiederum ist eine kleine Halbinsel am Fuß der Granville Brücke und war früher ein Industriepark. Heute ist es ein ständiger Markt mit allerlei Krimskrams aber am meisten mit unterschiedlichen Imbiss Ständen die die dollsten Dinge bieten.
Da ja Jezz Festival Zeit war, gab es auch dort ein paar Bühnen und Vorstellungen. Nach einem kleinen Snack und kurzem Verschnaufen hat uns dann Tony noch zum Fischerdorf Steveston mitgenommen welches in der südwestlichen Ecke von Richmond liegt. Dort gabs zum Dinner eine super lecker tolle Portion Fisch & Chips und mit einem Spaziergang entlang des Ufers haben wir dann den Tag ausklingen lassen.
Am Montag morgen haben wir uns von Tony verabschiedet und sind in Richmond erst zum Zahnarzt um Olas Wurzelbehandlung abzuschließen. Nach dem vielen Hin und Her in Australien waren wir nicht sicher ob der Zahn endlich Ruhe geben wird und die Behandlung abgeschlossen werden kann aber als der Zahnarzt den Kanal geöffnet hat war dieser trocken und er konnte die lange Geschichte endlich zum Abschluss bringen. Nach dem Zahnarzt sind wir nach Vancouver zum Greyhound Terminal gefahren, haben unsere Discovery Pässe gekauft, unsere Rucksäcke weggeschlossen und sind noch durch die Stadt bis wir schließlich am Abend den Bus nach Banff genommen haben.
Hier die Bilder aus Vancouver:
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